Lange Liszt-Nacht
5. November Grunewaldkirche
LisztLogo
18 - 24 Uhr


Programm (unter Vorbehalt)

18 Uhr
Zigeuner, Virtuose, Revolutionär?
Annèes de Pelerinage, Ungarische Rhapsodie Nr.2

ca. 19 Uhr
Der Komponist als Dichter
Orpheus, Dante, Le Jeux d'Eau a la Villa d'Este

ca. 20 Uhr
Transkriptionen
nach Schubert, Beethoven, Mendelssohn, Schumann u.a.

ca. 21 Uhr
Lieder
Freudvoll und leidvoll, Loreley, Die drei Zigeuner, Petrarca Sonette u.a.

ca. 22 Uhr
Die h-Moll-Sonate
in Bearbeitung für Streicher, Klavier, Harfe und kleine Orgel

ca. 23 Uhr
Midnight Liszt
Elegien, Angelus, Consolationen, Nachtstücke


zum Einladungstext Liszt-Nacht

Mitwirkende u.a,:
Niek van Oosterum, YooSeon Lee - Klavier
Julia Freidin, Lili Nguyen-Huu, Wolfram Thorau, Isil Feyzibeyoglu, Philippe Perotto - Violine
Philippe Perotto, Yodfat Miron - Viola
Claudio Corbach, Petra Kießling - Violoncello
Oliver Potratz - Kontrabass
Silvia Dimberg - Harfe
Stephanie Petitlaurent - Sopran

Plakat
„Fantasien, Transcriptionen, Saus und Braus“

Lange Liszt – Nacht des Wolf-Ferrari-Ensembles am 5. November 2011 in der Grunewaldkirche Berlin

Als Franz Liszt 1842 in Berlin konzertierte, schrieb die Presse: „man fetirt, man hat ihm Serenaden gebracht, eine Dame ist vor ihm niedergekniet und hat ihn gebeten seine Fingerspitzen küssen zu dürfen, - eine andere hat ihn im Koncertsaal publice umarmt, -eine dritte hat den Überrest aus seine Theetasse in ihr Flacon gegossen, - Hunderte haben Handschuhe mit seinem Bild getragen, - Viele haben den Verstand verloren.“

Flyer1

In diesem Jahr wird Liszts 200. Geburtstag musikalisch gefeiert – diesmal zeigt sich der Komponist und Pianist von einer anderen Seite: der Frauenschwarm, der Salonlöwe oder Magier, wie er meist in Presse und Biografien genannt wird, erscheint im kammermusikalischen Gewand. In der Langen Liszt-Nacht des Wolf-Ferrari-Ensembles werden einen ganzen Abend lang, von 18:00 bis 0:00 Uhr, unterschiedlichste Werke Liszts in noch nie gehörter Form zu entdecken sein. Durch Bearbeitungen des 19. Jahrhunderts und eigenen Bearbeitungen des Ensembles verwandeln sich Lieder, Klaviersonaten, Etüden in facettenreiche Stimmen und Klangfarben. Liszt, dessen Oeuvre selbst aus vielfältigen Bearbeitungen besteht, kann an diesem Abend in einem neuen Licht gesehen werden. So wird die berühmte h-Moll Klaviersonate, aufgeführt mit sieben Streichern und Klavier, einen ganz anderen Charakter erhalten – das musikalische Material wird interpretiert und neu erfunden. Aus der Bandbreite Liszts musikalischen Schaffens werden thematische Programmteile gestaltet, die neugierig auf Liszts Leben und seine vielfältigen Kompositionen machen. Doch nicht nur Musik wird an diesem Abend präsentiert – bei einer kleinen Ausstellung über Liszt, bei der unter anderem Karikaturen angeschaut oder über Lebensstationen und kompositorische Besonderheiten des Künstlers gelesen werden kann, und einem Buffet, wird es die Gelegenheit geben, sich über das Gehörte auszutauschen und sich zwischen den Programmteilen zu stärken.
Flyer2
Das besondere Konzertformat soll keinem vorenthalten bleiben; es findet bei freiem Eintritt statt: „Wir möchten an der Pforte des Konzertes keine Hürde aufbauen, denn unsere Konzerte richten sich trotz anspruchsvoller Konzeption nicht nur an Kammermusikfreaks. Die Idee ist, dass bei der am Ausgang gesammelten Kollekte diejenigen, die mehr haben, auch mehr hinein werfen, um das Konzertmodell am Leben zu erhalten.“, erklärt Niek van Oosterum, Pianist des Ensembles.

Franz Liszt – für Neugierige, Liebhaber, Entdecker, Skeptiker oder Verehrer(innen)!

Flyer2