Ich muss komponieren Kraft desselben Rechtes,
wie die Esel schreien, die Frösche quaken, die Vögel zwitschern und singen!
(Franz Liszt in einem Brief an Carl Gille)
Liebe Freunde und Förderer des Wolf-Ferrari Ensembles,
in
diesem Jahr jährt sich der Geburtstag von Franz Liszt zum 200. Mal und
wie angekündigt möchten wir Sie zu unserem großen Liszt-Spektakel
einladen::
Samstag 5.11.2011, ab 18 Uhr Uhr, Grunewaldkirche
Bismarckallee 28b | 14193 Berlin | S-Grunewald| Bus X10, M19, M29, 110, 186
FLiszt!
Eine Lange Liszt-Nacht in sechs Akten
mit
Sinfonischen
Werken, Kammermusik, Liedern und Klavierwerken
teils in eigenen Bearbeitungen oder Bearbeitungen aus dem
19. Jahrhundert.
Den Rahmen im Foyer der Kirche bilden ein kleines Buffet,
eine Ausstellung und eine Film-Lounge mit Ausschnitten aus Liszt-Filmen.
Der Eintritt ist frei, wir bitten um eine großzügige Spende
am Ausgang.
Franz Liszt ist der
Inbegriff des romantischen Klaviervirtuosen. Ob zu Lebzeiten oder heute, sein
Ruf als größter aller Virtuosen, als erster Jetset-Popstar der Musikgeschichte
steht außer Frage und in dieser Tradition läuft er uns in vielen Klavierabenden
über den Weg. Welch immens kreativer und innovativer Komponist er war, ist den
meisten von uns aber heutzutage kaum bekannt. Am Komponisten Liszt biss man
sich schon zu seinen Lebzeiten die Finger aus und stets stand er, der sich
selbstlos für andere einsetzte, im Schatten der von ihm geförderten Neuerer wie
Wagner und Berlioz. Das Werk und das Leben dieses einzigartigen Künstlers haben
uns dazu bewegt, ihm und seinem Schaffen einen ganzen Abend, eine Lange Nacht, auf
ungewöhnlichem Terrain, unserem Terrain der Kammermusik zu widmen.
Eine Möglichkeit
die Werke eines Komponisten neu zu entdecken ist es, Bearbeitungen davon
anzufertigen. Große Musik zeigt hier neue Facetten, sie funktioniert auch in
ungewohntem Umfeld und bietet erstaunliche Einblicke. Diese seit Jahren von uns
gehandhabte Praxis hat uns schon manches Werk, machen Komponisten wieder ans
Herz wachsen lassen. Nach Mendelssohn und Schumann in den Vorjahren den
romantischen Titanen Liszt für uns zu erobern, ist uns gleichsam ein Erlebnis und
auch eine extreme Herausforderung. Wir hoffen, dass viele von Ihnen diese
annehmen und sich in unserer langen Nacht davon verführen lassen, wie der
Komponist Liszt einen Abend zu Besuch beim Wolf-Ferrari Ensemble (oder
andersherum) antritt.
Sie werden unerhörte Transkriptionen aus dem 19.
Jahrhundert aber auch aus unserer eigenen Arbeit hören. So wagen wir uns an das
Großheiligtum der romantischen Klaviermusik, die h-Moll Sonate, und spielen sie
in einer Version für Streicher, Klavier und Orgel. Sie können Liszts Liedern
lauschen, wenn sie mit dem reinen Sopran von Stephanie Petitlaurent so gar
nicht „sänger“- oder gar „opernhaft“ erklingen. Sie können entdecken, dass
Liszt einiges selbst für kammermusikalische Bestzungen mit Streichern
geschrieben hat. Sie können den genialen Verarbeiter Liszt erleben, wie er sich
durch die Musikgeschichte transkribiert. Und nicht zuletzt werden wir natürlich
auch dem Pianisten Lizst mit einigen Solowerken huldigen. Am Ende fiel und
fällt uns die Werkauswahl für unsere von einer gar nicht so kleinen
Ausstellung, Filmausschnitten, Hörbeispielen und natürlich auch von
kulinarischen Kleinigkeiten (Liszt-Likör pur oder als Longdrink!) begleiteten
Liszt-Nacht unerwartet schwer: es gäbe noch so viel mehr…
Kommen
Sie,
lauschen Sie, lassen Sie sich gefangen nehmen von der Musik Liszts und
– es sei uns
verziehen – machen Sie durch Weiterleiten der Einladung oder mit den
bei uns erhältlichen Postkarten oder Plakaten (Motive an der Seite und unten) bei Ihren
Freunden und Bekannten oder in Ihrer Umgebung Werbung für dieses ungewöhliche und ambitionierte Projekt!
Ein herzliches FLiszt! im Namen der Musiker,
Ihr Wolfram Thorau
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